Störungsbilder der Logopädie

 

  Störungen in der Laut- und Schriftsprache, des Sprechens, der Stimme, des Schluckens sowie der Hörwahrnehmung können vielfältige Ursachen haben und sich in jedem Lebensalter zeigen. In unserer Praxis für Logopädie in Melle behandeln wir Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, die organisch oder funktionell verursacht werden. Da jeder Mensch anders ist und sich seine Fähigkeiten aber auch Defizite unterscheiden, stellen wir uns darauf ein und planen eine individuell auf Sie zugeschnittene Sprachtherapie. Dabei legen wir besonderen Wert auf den Spaßfaktor beim Lernen, da sich Erfolge schneller einstellen, wenn man mit Freude arbeitet.

  • Dysphonie / Stimmstörungen

    Stimmstörungen können in allen Altersgruppen auftreten und funktionelle, organische und psychogene Ursachen haben. Da Erkrankungen und Funktionsstörungen der Stimme immer mit einer schwerwiegenden individuellen und psychosozialen Beeinträchtigung im Sinne einer Kommunikationsstörung einhergehen, müssen während der logopädischen Therapie in jedem Fall Persönlichkeitsfaktoren und das personelle sowie berufliche Umfeld des betroffenen Patienten berücksichtigt werden.

  • Dysphagie / Schluckstörung

    Bei einer Dysphagie kann die Beweglichkeit und die Sensibilität von Gesichts-, Zungen-, Rachen-, und Kehlkopfmuskulatur beeinträchtigt sein. Dadurch sind natürliche Funktionen, wie Mundschluss, Abbeißen, Kauen, Transport von Nahrung durch die Zunge, aber auch Speichelschlucken gestört.

  • Apraxie / Störung der Motorik

    Im Fall einer Apraxie kommt es zu Störungen bei der mototischen Umsetzung von Sprache, auch wenn keine Lähmung vorliegt. Oft wird dann silbisch gesprochen oder es treten Unterbrechungen beim Sprechen auf.

  • Aphasie / z.B. nach Schlaganfall

    Bei der Aphasie handelt es sich eine Störung beim Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben, die auf eine Schädigung im Gehirn, z. B. nach einem Schlaganfall, zurückzuführen ist. Dabei können die einzelnen Bereiche unterschiedlich stark betroffen sein.

  • Dysarthrie / z.B. nach Schlaganfall

    Dysarthrie bezeichnet die eine Sprechstörung, bei der motorische Abläufe beeinträchtigt sind. Die Ursache für eine derartige Störung ist eine Schädigung des Nervensystems.

  • Laryngektomie / Entfernung des Kehlkopfes

    Unter einer Laryngektomie ist die Kehlkopfentfernung oder Kehlkopfteilresektion und der damit einhergehende Verlust der Stimme zu verstehen. Therapiemöglichkeiten nach einer Laryngektomie sind eine Ösophagus-Ersatzstimme, das Sprechen mit Sprechkanüle sowie das Sprechen mit Servox- Gerät.

  • Dyslalie / Artikulationsstörungen

    Bei dieser Störung können Kinder einzelne oder mehrere Laute nicht richtig aussprechen und lassen diese aus oder ersetzen sie durch andere Laute. Dabei wird zwischen phonetischen Störungen und phonologischen Störungen unterschieden. Während im ersten Fall Lautmerkmale und Merkmale von Lautgruppen vereinfacht oder ersetzt werden, weil diese gar nicht oder nicht vollständig erkannt wurden, werden im zweiten Fall betroffenen Laute in einer Art und Weise verändert, die nicht zum Inventar der Sprache gehört.

  • SEV / Sprachentwicklungsverzögerungen

    Hierbei werden Teilbereiche der Sprache nicht altersgemäß entwickelt. Dabei kann es sich um Störungen der Grammatik handeln sowie Störungen im Sprachverständnis oder einen eingeschränkten Wortschatz.

  • MFS / Myofunktionelle Störungen

    Bei MFS ist die Muskelspannung im Mundbereich gestört, sodass Probleme im Bewegungsablauf von Lippen und Zunge auftreten. Ziel der logopädischen Behandlung bei MFS ist eine Korrektur bzw. Verbesserung der Muskelfehlfunktionen im Bereich der Lippen, Zunge sowie der mimischen- und der Kaumuskulatur.

  • Rhinophonie / Näseln

    Beim Näseln wird zwischen einem offenen Näseln, z. B. durch Lippe-Kiper-Gaumenspalten, und einem geschlossenen Näseln, z. B. in Verbindung mit Schalleitungsstörungen, unterschieden.

  • AVWS / Auditive Verarbeitungs-

    und Wahrnehmungsstörung

    Bei einer AVWS treten Fehler bei der Weiterleitung des Gehörten im Gehirn auf, sodass Probleme, wie schlechte Störschall- und Nutzschall-Differenzierung, mangelnde Speicherung von Gehörtem oder Probleme beim Unterscheiden ähnlich klingender Laute, vorkommen können. Das führt zu eingeschränkter Aufmerksamkeit beim Zuhören, Einschränkungen bei der Verarbeitung von beidohrigen Höreindrücken, Einschränkungen beim Unterscheiden ähnlich klingender Laute und anderen Problemen.

  • Balbuties / Stottern und Poltern2

    Beim Stottern handelt es sich um Sprechunflüssigkeiten, die in Form von Wiederholungen, Dehnungen und Blockaden auftreten können. Weitere Merkmale sind Mitbewegungen und Vermeidungsverhalten, z. B. Angst des Betroffenen vor bestimmen Situationen.

     

    Auch Poltern ist eine Störung des Redeflusses, die durch überstürztes, unrhythmisches Sprechen, Verschlucken von Lauten und eine verwaschene Aussprache sowie ein sehr hohes Sprechtempo gekennzeichnet ist.